Werkzeugschrank (1) – Planung und Material

6. Februar 2015

Aus meinen Planungen für den Werkstattumbau im Dezember kam heraus, dass ich einen Schrank mit einer Menge Schubladen für meine Werkzeuge brauche.

12 Schubladen und 3 offene Ablagen

 Für mich das erste Mal: Tischlerplatte

Der Schrank muss jetzt kein ausgefallenes Schmuckstück werden. Aber da er ein  wichtiger Teil der Werkstatt sein wird, versuche ich mir Mühe zu geben, dass er nicht nur seinen Zweck erfüllt, sondern mir auch dauerhaft gefällt.

IMG_0096
Die Chefin kontrolliert noch schnell die Schnittliste

Ich habe schon einige Male mit Birke-Sperrholz gearbeitet, für den Korpus probiere ich diesmal die günstigere Tischlerplatte aus. Die 12 Schubladen werde ich aus Platten selbst zuschneiden, aber die Teile für den Korpus habe ich mir einfach beim Baumarkt zuschneiden lassen. Das hat für mich den Vorteil, dass ich das Holz problemlos ins Auto bekomme.

Material für den Korpus: Birke-Tischlerplatte

Tischlerplatte, das sind Furniere aus dekorativem Holz mit einer Weichholz-Füllung. Das bedeutet natürlich, dass man sich überlegen muss, was man mit den sichtbaren Kanten macht. „Roh“ sind die wirklich nicht sehr hübsch.

Umleimer oder Aufleimer für die Tischlerplatte?

Was also mit den sichtbaren Kanten tun? Ich dachte zuerst an Umleimer zum Aufbügeln, habe aber nicht so ganz das Richtige zum richtigen Preis gefunden. Interessant fand ich die Aussage vom Zuschnitt-Mensch im Baumarkt, dass Umleimer auf Tischlerplatten-Kanten nicht gut halten würden – ist das wirklich so? Kann ich mir gar nicht vorstellen …

Jedenfalls habe ich mich dann für „Aufleimer“ entschieden, falls das überhaupt das richtige Wort ist. Gemeint sind schlicht Holzleisten, die ich auf alle sichtbaren Kanten aufgeleimt habe.

Mir war von Anfang an klar, dass ich keine passenden Birken-Leisten besorgen werde und sich die Kanten daher optisch von der Tischlerplatte absetzen. Das sollte man sich bei der Verwendung von Tischlerplatte vorher gut überlegen.

Rohe Kante und Kante mit Aufleimer, noch nicht verschliffen.

Das Aufleimen der Leisten geht problemlos, hat bei mir aber einige Zeit gedauert, weil ich so wenig große Zwingen besitze. Am Ende gefällt mir das Ergebnis sehr gut und die Kanten werden meinem Schrank eine persönliche Note geben.

Korpus vor der Montage lackieren

Von den Arbeitsflächen mal abgesehen, kann man Werkstattmöbel natürlich auch einfach unbehandelt lassen. Will ich aber nicht, ich habe mich aber entschieden Korpus zu lackieren.

Eigentlich juckt es mir immer in den Fingern, möglichst schnell Teile zu montieren, um ein Ergebnis zu sehen, diesmal bin ich irgendwie geduldiger. Wahrscheinlich weil das Aufleimen der Leisten sowieso schon so viel Tempo aus dem Projekt genommen hat – oder ich werde mit zunehmendem Alter geduldiger, wer weiß.

Jedenfalls habe ich diesmal alle sichtbaren Flächen der Korpusteile vor der Montage lackiert – 2 Schichten Klarlack auf Wasserbasis. Passt auch dazu, dass ich die Teile ohne Leim mit Taschenlöchern verschrauben werde.

IMG_2274
Klarlack aufrollen
IMG_2272
Werkstatt ist voll …
DSCF3295
… also in den Flur!
Am Ende ist das Korpus-Material fertig und ich kann mit der Montage beginnen.
DSCF3298
Kanten dran und lackiert, aber noch lange kein Schrank.

Hier geht es weiter: Werkzeugschrank (2) – Der Korpus

Empfohlen