In der Kurswerkstatt

20. Oktober 2014

Es ist schon ein paar Tage her, aber ich war in der Kurswerkstatt in München und habe am Kurs „Möbelbau mit Massivholzplatten und professionellen Elektrowerkzeugen“ teilgenommen.

IMG_1469

Zu dem Kurs kam ich, weil ich zuhause gestresst war und mir meine Frau riet „mach doch mal 1-2 Tage Kurzurlaub und entspann dich!“. Nach etwas hin und her in der Planung landete ich dann für ein Wochenende in München, wo ich an diesem besagten Kurs teilgenommen habe. Und es war wirklich toll, ich kann nur jedem dazu raten mal irgendeinen Kurs zu machen.

Das Schöne dabei ist jetzt nicht umbedingt der Hocker, den man da baut – er ist eher ein Übungsstück, an dem man ein paar Dinge besprechen kann – und ich habe auch ähnliche Möbel schon gebaut, wie die meisten der 8 Teilnehmer übrigens. Das Schöne ich vielmehr, dass man raus kommt und sich mit Gleichgesinnten zwei Tage über Holzwerken, Werkzeuge und den Kurs selbst austauschen kann. Und mit Roland hatten wir einen entspannten alten Hasen als Kursleiter, von dem man unzählige Tipps zum Vorgehen und den Werkzeugen aufschnappen konnte.

Wenn man, wie ich, noch an der Werkstatt-Grundausstattung feilt, dann ist so ein Kurs zudem wirklich praktisch, um eine ganze Reihe von Werkzeugen zu probieren und zu vergleichen. Ich habe diese Überlegungen mitgenommen:

Ich brauche keine Tischkreissäge

Mit meiner Festool Tauchsäge bin ich gut bedient, ich baue mir noch ein Zuschnittbrett, wie wir es im Kurs benutzt haben, und beerdige den Plan eine Tischkreissäge in meine kleine Werkstatt zu quetschen. Auch meine Kappsäge von Dewalt braucht keinen festen Platz mehr, ich versuche ganz auf die Tauchsäge zu setzen.

Eine Profi-Stichsäge ist was Feines

Eine Stichsäge ist nicht direkt auf meiner Wunschliste, aber wir haben mit der Mafell P1 cc gearbeitet und zuhause habe ich eine alte grüne Bosch Stichsäge – der Unterschied zwischen Profi-Gerät und meiner Stichsäge war schon ziemlich deutlich. So wie Skalpell zu Hackebeil. Vielleicht übertreibe ich etwas.

Ein kleiner Schleifer für mich

Zuhause habe ich einen Metabo SXE 450 Exzenterschleifer, den ich auch für „allgemeines Heimwerken“ im Haus benutze. Beispielsweise habe ich mit dem ganz hervorragend ein paar Balken geschliffen. Aber der Kollege ist mit seinen etwa 2,5 kg und dem 15cm Durchmesser-Teller auch schon recht wuchtig, wenn man ein kleines Möbelstück schleift.

Im Kurs habe ich mit einem Festool RTS 400 gearbeitet und für die Arbeit an einem Möbelstück ist so ein handliches 1kg Gerät wirklich nett. Den habe ich mir gekauft und nun habe ich einen großen Runden und einen kleine eckigen Schleifer 🙂

Mein Hocker

IMG_1450
Nach dem Verleimen
Hocker
Schubladen-Gehrungen mit der Klebeband-Methode verleimt

 

Den Hocker benutzt meine kleine Tochter Mattea jetzt zum Zähneputzen, zur Zeit noch unbehandelt. Ich muss dringend mal überlegen, was ich mit der Oberfläche mache.

Noch mehr Kurse

Seit dem Kurs überlege ich, ob ich meine Werkstatt mit einer Woodrat ausstatten sollte. Für meine kleine Werkstatt wäre die Woodrat wahrscheinlich eine flexible und relativ platzsparende Möglichkeit, um alles Mögliche zu fräsen. Wenn man die große Woodrat bei Dictum kauft, gibt es einen Kurs gratis dazu, also kann es durchaus sein, dass ich im Januar zum  1-Tages-Woodrat-Kurs bei Roland bin und bei der Gelegenheit würde ich den Oberfräsen-Kurs am Tag davor auch gleich mitnehmen.

Empfohlen